Punktgewinn oder Punktverlust? Damen 1 spielen unentschieden in Winkelhaid

Was auf dem Papier eine klare Sache hätte sein müssen, stellt sich in der Realität oft als anders heraus. So war es auch dieses Wochenende bei unseren Damen 1, denn sie traten beim TSV Winkelhaid an, der auf dem letzten Tabellenplatz steht. Doch die Mannschaft der Isis trat fast in Minimalbesetzung an. Mit gerade mal 10 einsatzfähigen Spielerinnen war allen Beteiligten klar, dass ein Sieg bitter erkämpft werden muss.

Die ersten Minuten tasteten sich die zwei Mannschaften vorsichtig ab, den ersten Treffer der Partie konnten dann aber die Ismaningerinnen für sich verbuchen. Das Spiel wurde der erwartet schwere Fight und vor allem in der Abwehr ackerten die Isis unermüdlich. Nach nur zwei Treffern in 11 Minuten sah sich der Trainer des TSV Winkelhaid gezwungen seine Auszeit zu nehmen. Coach Bernd Dreckmann nutzte diese Gelegenheit um seine Mannschaft in ihrem Tun zu bestärken und ihr auch seinerseits Tipps mitzugeben. Die Arbeit der Ismaningerinnen in Angriff und Abwehr zahlte sich aus und trotz langsam schwindender Kräfte hielten sie den Vorsprung von zwei Toren bis zur Pause. Beim Stand von 11:9 wechselten die Teams die Seiten.

Die Pause nutzten die Spielerinnen um durchzuschnaufen und der Coach um sie weiterhin anzuheizen, ihre Bestleistung abzurufen. Zu Beginn der zweiten Halbzeit, die Isis starteten in Unterzahl, überraschte Winkelhaid mit einer Manndeckung von Ella Kohde, die zuvor durch ihren Zug zum Tor gefährlich für die Gastgeberinnen geworden war. Doch davon ließen sich die Ismaningerinnen nicht unterkriegen, kämpften beherzt weiter und schafften es die zwei Tore Vorsprung trotz Unterzahl zu halten. Doch eine zwei Minutenstrafe gegen die Bank, die dazu führte, dass die Ismaninger Mannschaft die ersten vier von fünf Minuten der zweiten Halbzeit in Unterzahl spielen musste, tat ihr übriges, denn die schwindenden Kräfte der Isis  ermöglichten Winkelhaid einfache, schnelle Tore und den Ausgleich. Nun kam auch langsam etwas Stimmung in die sonst sehr stille Halle, denn den Zuschauer war klar, dass ihre Heimmannschaft hier etwas holen können würde. Zunächst gingen allerdings die Ismaningerinnen wieder in Führung und angeführt durch einen Treffer durch Melanie Leitl. Wie unsere immer noch am Kreuzband verletzte und ausschließlich auf der Bank sitzende Mel ihr „Comeback“ feiern und sogar ein Tor erzielen konnte, wird wohl immer ein Geheimnis des Kampfgerichts bleiben. Winkelhaid spielte weiterhin eine 5+1 Abwehr, was die Ismaninger Spielerinnen jedoch immer besser zu nutzen wussten und bis zur 41. Minute einen drei Tore Vorsprung herausspielten. Bis zur 53. Minute führten die Isis durchgehend mit zwei Toren. Nach einigen sehr ungleich verteilten Pfiffen durch das Schiedsrichtergespann schaffte Winkelhaid wieder den Ausgleich. Nun wogte das Spiel hin und her und die Ismaninger Mannschaft warf alles in die Waagschale. Zwei Minuten vor Schluss ging Winkelhaid zum 25:24 in Führung und die Isis verwarfen im Gegenzug. Doch die Mannschaft gab sich nicht auf und nach einer beherzten Abwehrphase und einem gut herausgespielten Angriff, erzielten die Ismaningerinnen durch Ella Kohde den Ausgleichstreffer. Nachdem zwei Ismaninger Spielerinnen nach dieser Aktion verletzt im Angriff liegen blieben und die Schiedsrichter kein Anzeichen dafür zeigten die Partie zu unterbrechen, war Coach Bernd Dreckmann außer sich. Die Leidenschaft mit der er sich für seine Spielerinnen einsetzte war für die Unparteiischen wohl etwas zu viel und sie zeigten ihm eine glatte rote Karte. Als das Spiel nach dieser kleinen Auseinandersetzung weiter ging, ackerten die Ismaningerinnen, die nun in Unterzahl das Spiel zu Ende führen mussten, unbeirrlich in der Abwehr und wurden dafür auch belohnt, denn sie bekamen keinen Gegentreffer und kamen sogar nochmal in Ballbesitz. Ihren Angriff spielten die Isis klug herunter und spielten sogar noch eine schöne Chance heraus. Doch der Wurf landete leider am Pfosten und das Spiel endete Unentschieden.

Obwohl es natürlich schade ist, dass man keine zwei Punkte mitnehmen konnte, muss man dennoch bedenken, dass es in dieser Ausgangslage durchaus eine respektable Leistung war. Denn nicht nur mussten viele Spielerinnen auf ungewöhnlichen Aufgaben und Positionen in Angriff oder Abwehr übernehmen, sondern auch trotz der intensiven Partie fast alle durchspielen.

Nun geht es nächste Woche zu Hause um 17:30 gegen den VfL Günzburg, gegen den man sich besser verkaufen will als noch im Hinspiel.

 

Es spielten: Leicher, V.Wittmann (beide Tor); Weber (3), Kohde (3), Roveta (2), Rohmert (2), Pfründer (1), Pirperjohanns (2), Berz (10/4), Filz (1) + Leitl (1)