Saisonstart der Damen 1 am Samstag um 17:30

Nach 210 Tagen ist es endlich wieder soweit. Es darf wieder Handball gespielt werden.

Als Anfang März die laufende Saison ausgesetzt und wenige Wochen später abgebrochen wurde, gab es auch bei den Damen des TSV Ismaning viele Fragen. Wann werden wir wieder trainieren bzw. spielen dürfen? Wie wird die Liga gewertet werden? Wie sieht die nächste Saison aus?

Auf einen Großteil dieser Fragen gibt es inzwischen Antworten. Der BHV verfügte, dass keine Mannschaft absteigen müsse, wenn sie es nicht wolle, der Erstplatzierte allerdings aufsteigen könne. So war die HSG Würm-Mitte, die zum Zeitpunkt des Saisonabbruchs den ersten Platz belegte, in die 3. Liga aufstieg, während keine andere Mannschaft freiwillig in die Landesliga ging. Mit den Aufsteigern aus der Landesliga sahen sich die Teams schon einer ewigen Saison gegenüber, denn so wären 17 Mannschaften in der Bayernliga gewesen. Der Verband entschied gegen einen solch vollen Spielplan und beschloss die Bayernliga in eine Nord- und eine Südstaffel zu teilen. Die jeweils 4 ersten Plätze würden nach Beendigung aller Spiele sich in den Play-Offs gegenüber stehen und um den Aufstieg spielen, während die anderen Mannschaften in den Play-Downs gegen den Abstieg spielen. Nun geht das Abenteuer der neuen Saison, die von strengen Hygienevorschriften begleitet wird, am Samstag den 3.10 für die Damen 1 zu Hause gegen den Aufsteiger SV München Laim los.

Die Vorbereitung war, wie für viele andere Clubs auch, eine neue Herausforderung. Anfangs, als Treffen noch untersagt waren, hielt sich das Team online fit und schwitzte regelmäßig unter der Anleitung der Trainer des Ladies Fitness. Als Outdoor-Trainingseinheiten erlaubt wurden, nahm Lauftrainerin Ute Becker das Heft in die Hand und scheuchte die Mannschaft über die Tartanbahn und durch die Isarauen. Bald wurden auf Trainings in der Halle erlaubt, doch lange konnten sich die Ismaninger Damen nicht darüber freuen, dann aufgrund von Bauarbeiten war die eigene Trainingshalle nicht zugänglich und man musste sich mit Trainings ohne Harz begnügen oder auf die Hilfe anderer Vereine, die ihre Hallen zur Verfügung stellten, hoffen. Doch auch diese Phase ging vorüber und seit jeher wird fleißig trainiert. Wenige Wochen vor Saisonstart ging es für das Team ins Trainingslager nach Hessen, wo neben Trainingseinheiten und Testspielen gegen die A-Jugend des TV Hersfeld, den 3.Liga-Aufsteiger der HSG Lumdatal auch der Spaß nicht zu kurz kam. Auf dem Rückweg nach Ismaning legte eine Rumpftruppe der Mannschaft noch einen kleinen Umweg über Kissing ein und schlug dort in Minimalbesetzung ein Team, das zu Anfang der Vorbereitung noch eine Herausforderung darstellte. Den letzten Härtetest absolvierte die Damen 1 erst letztes Wochenende beim ESV Regensburg, der dieses Jahr wieder die 2. Liga anvisiert. Das Ergebnis war von Beginn an Nebensache, es sollte viel mehr auf die Trainingsinhalte zurückgegriffen werden. Die Gastgeberinnen gewannen das Spiel deutlich und zeigten den Ismaningerinnen auch noch ein paar Baustellen, das Zusammenspiel in Abwehr und Angriff war allerdings kein Vergleich zum Beginn der Vorbereitung und zeigte, dass sich die investierte Zeit und müden Muskeln über mehrere Wochen gelohnt haben.

Nun geht es morgen Abend in der Hölle Süd wieder richtig los und die Damen des TSV Ismaning können es kaum erwarten, dass es losgeht. Die 200 Zuschauer wird eine teils neu-formierte Mannschaft erwarten, denn Kathi Tischler und Franzi Stumpf pausieren ihre Handballkarriere. Gleichzeitig hat das Team Neuzugänge, Franzi Laing (ASV Dachau), Sara Ertl (HC Sulzbach) und Maybritt Pieper (HSGF Mönkeberg/Schönkirchen), und mit Lisi Geschwendtner eine Rückkehrerin zu verzeichnen, die das Team ergänzen und unterstützen.