Schmerzhafte Niederlage in der Jugendbundesliga

Am vergangenen Wochenende hat unsere weibliche A-Jugend im fernen Schwerin eine schmerzhafte Niederlage (27-35) hinnehmen müssen und sich damit weit vom Einzug in das Viertelfinale entfernt. 

Gut 750 Kilometer trennen Schwerin und Ismaning auf der Landkarte. Nicht gerade der nächste Weg, den unsere A-Mädels am vergangenen Wochenende auf sich genommen haben. Freitags mit dem ICE hin, übernachten, Spielen, wieder übernachten und am Sonntag in der Früh wieder mit dem ICE heimwärts. Ein anstrengender Trip, den nicht nur die Spielerinnen, sondern auch zahlreiche Eltern und Fans auf sich genommen hatten. Mit einem Sieg wären die Strapazen sicher deutlich besser zu verkraften gewesen, aber leider hat es dazu nicht gereicht.

Die ersatzgeschwächten Ismaningerinnen (Sara & Hana Schneider, Ami Bayerl & Mona Hennig fehlten, Veri Weber war angeschlagen) starteten hoch-motiviert und aggressiv in die Partie. Mit einer stabilen und aktiven Abwehr konnte man Schwerin immer wieder zu Fehlern zwingen und über Gegenstöße oder Angriffe in Tore ummünzen. Leider verpasste man in dieser Phase mehrfach einen 2-Torevorsprung auszubauen. Teilweise wirkten Überzahlsituationen wie Strafen für die Ismaningerinnen, die dann oftmals hektisch und planlos agierten. Zur Halbzeit stand deshalb nur ein knapper Vorsprung (15-14) auf der Anzeigetafel.

Nach der Halbzeit entwickelte sich zuerst ein umkämpftes Spiel mit zahlreichen Fehlern auf beiden Seiten. Bis zur 40. Minute konnten unsere Mädels die Führung behaupten (18-17), doch dann gingen Stück für Stück die Kräfte aus. Im Angriff mehrten sich die falschen Entscheidungen und in der Abwehr fehlte immer wieder die letzte Konsequenz und Aktivität. Hier mussten die Mädels der kleinen Besetzung und den fehlenden (gemeinsamen) Trainingsmöglichkeiten Rechnung tragen. So ist dann auch zu erklären, dass die Isis innerhalb der letzten 20 Minuten des Spiels knapp die Hälfte aller Tore kassierten und sich zum Ende sehr deutlich geschlagen geben mussten.

Man muss allen Spielerinnen zugutehalten, dass sie bis zuletzt um jeden Ball gekämpft und nie aufgesteckt haben. Jetzt heißt es jedoch den Blick nach vorne auf das letzte Zwischenrundenspiel in drei Wochen gegen Bad Schwartau zu richten. Rein rechnerisch gibt es noch eine kleine Chance auf das Viertelfinale. Aber noch viel wichtiger ist, dass dieses Match für einen großen Teil der Spielerinnen das letzte ihrer Jugendkarriere darstellt und sich keine mit einer Niederlage oder einem Spiel wie gegen Schwerin aus der Jugend verabschieden möchte. Die Mädels werden also absolut brennen.

Für den TSV spielten: V.Wittmann (Tor), Kölzer (9/2), Lettl (4), Kohde (1), Pfründer (1), Antl (1), Weber, L.Wittmann, Obermeier (4), Rohmert (1), Peter (6/5)

Foto: ushandball.de