Starke zweite Halbzeit reicht; TSV Forstenried 25:34 TSV Ismaning III

Es gibt diese Halbzeiten, über die am besten der Mantel des Schweigens ausgebreitet wird - die erste Hälfte der sonntäglichen Partie in Forstenried gehört für die Damen III des TSV Ismaning definitiv dazu. Der Vollständigkeit halber sei sie in diesem Bericht trotzdem erwähnt. Und eigentlich begann das Spiel auch gar nicht so schlecht für die Gäste aus Ismaning: Innerhalb von drei Minuten ging das Team durch schnelle, schön herausgespielte Tore mit 3:1 in Führung. Schon kurz danach schlichen sich jedoch die ersten Unkonzentriertheiten in das Spiel der Isis ein. Dennoch gelang es der Mannschaft, bis zum Stand von 9:6 einen 3-Tore-Vorsprung zu behaupten. Dies sollte leider das letzte Positive bleiben, das sich über die erste Spielhälfte berichten lässt. Die Damen III wirkten plötzlich wie ausgewechselt - im Angriff häuften sich nun die technischen Fehler und ungenutzten Torchancen, während auch defensiv sehr zaghaft agiert und kaum verschoben wurde, wodurch Forstenried viel zu viel Raum für deren durchsetzungsstarken Rückraum gegeben wurde. Das kann natürlich nicht lange gut gehen, und so lief man den Gastgeberinnen nicht nur auf dem Feld, sondern auch in Sachen Toranzahl bald hinterher. Man muss den Isis zugute halten, dass sie immerhin schnell genug hinterherliefen, um sich nicht abschütteln zu lassen und stets bis auf ein Tor in Reichweite zu bleiben. Dennoch, mit einen 14:15-Rückstand zur Halbzeit und besonders mit der bisherigen Leistung konnten weder Trainerinnen noch Spielerinnen zufrieden sein.
Dementsprechend klar fiel dann auch die Halbzeitansprache des Coach-Gespanns Krabichler/Schwaiger aus. Die beiden appellierten an ihre Spielerinnen, endlich aufzuwachen und ihr eigentliches Können abzurufen. Vor allem in der Defensive solle sich das Team in der zweiten Spielhälfte viel präsenter und aggressiver zeigen und das Angriffsspiel des Gastgebers frühzeitig stören. Dass die klare Ansage der beiden Trainerinnen bei der Mannschaft auf fruchtbaren Boden fiel, merkte man direkt nach Wiederanpfiff. Die Damen III schienen erneut wie ausgewechselt - dieses Mal jedoch im positiven Sinne. Die Defensive agierte um einiges sicherer als im noch ersten im ersten Durchgang, und auch offensiv erschien das Team nun weitaus konzentrierter als zuvor. So wandelten die Gäste den Rückstand binnen weniger Minuten in eine Führung um, auch wenn Forstenried weiterhin mit allen Kräften dagegenhielt. Doch mit zunehmender Spieldauer wendete sich das Blatt schließlich immer mehr zugunsten der Isis. Getragen von einem unbedingten Siegeswillen schwang sich das Team langsam aber sicher zur Höchstleistung auf. Während vorne durch schöne Spielzüge und starke Einzelaktionen Tor um Tor erzielt wurde, standen die Isis nun auch in der Abwehr sehr stabil und ließen kaum noch Torchancen zu. Der Umschwung machte sich auch akustisch bemerkbar: Während in Halbzeit eins vor allem die Forstenrieder Fans zu hören waren, waren es nun die Ismaningerinnen, die wortwörtlich den Ton angaben. Jeder Treffer, jede gute Aktion wurde frenetisch bejubelt, und so pushten sich die Damen III gegenseitig immer weiter, bis beim Schlusspfiff der letzte Jubel erklang - der lauteste von allen. 34:25 für Ismaning lautete schließlich der Endstand nach 60 Minuten. Die beeindruckende zweite Halbzeit mit einem Ergebnis von 20:10 aus Isi-Sicht reichte letztlich, um die schwache erste vergessen zu machen (Mantel des Schweigens, ihr wisst ja...!). Da nur 30 starke Minuten jedoch nicht immer für einen Sieg ausreichen, wollen die Damen III schon in der nächsten Partie beweisen, dass sie eine solche Leistung auch über die volle Spielzeit zeigen können. Gegner ist dann der SV München Laim III. 
Das Spiel findet am Samstag, 26. Oktober, um 14 Uhr in der Realschulhalle in Ismaning statt.
Die Isis freuen sich wie immer über jede Unterstützung!

Es spielten: Marina Maricic (Tor), Ina Zeisl, Manu Lombardo (6), Therry Ismair (2/2), Bettina Kroha, Vane Wittmann (5), Natti Jörges (10), Lulu Müller, Isi Schömig (4), Lisa Lutz (7), Carina Reiter