TSV Ismaning beim SV Anzing 26:20

Es war klar, dass in diesem Derby Brisanz drinsteckte, nachdem schon das Hinspiel hitzig geführt wurde. Das Spiel begann mit leichten Vorteilen auf Seiten der Isis. Ismaning stand in der Abwehr gut gegen die aggressiven und quirligen Anzinger Mädels und konnte vorne mit schönen Ballstaffeten immer wieder die Lücke in der Abwehr des Gegners finden. Dann stand jedoch bei einem Konter der Schiedsrichter im Weg. Dieser gab Ballbesitz für Anzing sowie 2Minuten gegen die Ismaninger Bank. Dadurch konnte Anzing auf 2 Tore verkürzen statt Ismaning auf 4 Tore davon ziehen. Die Isis ließen sich dadurch nicht beirren und konnten nach zwischenzeitlichem Ausgleich durch Anzing bis zur Pause wieder einen 3 Tore-Vorsprung erzielen. In Halbzeit zwei musste man dann feststellen, dass man nicht nur gegen Anzing spielte, sondern auch gegen den Schiedsrichter. Es kam durch die unverständlichen und in dieser Phase des Spiels einseitigen Schiedsrichterentscheidungen Hektik auf, Anzing nutzte seinen Vorteil und ging erstmals in Führung. Als drei harte Fouls der Anzinger binnen 3 Minuten (ein abgebrochener Zahn, eine blutende Innenbacke, ein geprellter Arm) vom Schiri nicht geahndet wurden, sah der Ismaninger Trainer auf ein bloßes  „Hallo?“ die rote Karte und eine weitere Spielerin erhielt  2 Minuten (für was?), so dass die Isis nunmehr in doppelter Unterzahl waren. Angetrieben von einer überragenden Amelie kämpften die Isis um jeden Ball und jeden Meter und konnten in doppelter Unterzahl sogar ein Tor erzielen, während Anzing kein Tor gelang. Nachdem die Isis wieder vollzählig waren, zeigten sie nun, wer hier die bessere Mannschaft ist, spielten souverän ihre Angriffe aus, standen aggressiv in der Abwehr, kämpften um jeden Ball und so stand am Ende ein verdienter Sieg zu Buche.

Es spielten: Vroni Wittmann (Tor), Tamara Milutinovic 3, Sara Lutz 1, Amelie Wulff, Tanja Edlbauer, Lara Wittmann 4, Elena Huber, Luisa Müller 4, Alexandra Kunert, Matea Curic, Simona Hennig, Lotta Rohmert 2, Sophia Krabichler, Amelie Bayerl 12

Text: Petra Wittman