Weibliche A-Jugend gewinnt ersatzgeschwächt deutlich gegen HT München (37-23)

Mit einem Turbostart bringen sich unsere A-Mädels mit nur acht Feldspielerinnen früh in eine gute Position und schaukeln dasselbe gegen ebenfalls nicht in Vollbesetzung angetretene HTlerinnen  im Anschluss  weitestgehend souverän nach Hause.  

41:26. Mit 15 Toren Abstand hat unsere weibliche A-Jugend am ersten Spieltag der Rückrunde beim starken Team und wahrscheinlichen Landesligameister TuS Prien verloren. Aber im Vergleich zur vorherigen Niederlage gegen Karlsfeld schien schon hier ein Ruck durch die Mannschaft gegangen zu sein. Statt den Kopf in den Sand zu stecken, versuchten unsere Mädels immer weiter Lösungen zu finden und sich auch in aussichtsloser Lage weiter zu verbessern.

Das Spiel wurde im Nachhinein von den Spielerinnen analysiert und das (erstmalig aufgenommene) Video auf Verbesserungsmöglichkeiten, aber auch Stärken, gescannt. Mehr bewegen, mehr Konsequenz und mehr Aggressivität waren Schlagwörter, die da gefallen sind. Ein gefundenes Fressen für die Ansage der Trainer Florian Bamberger, Verena Kölzer und Henriette Leicher vor dem Spiel gegen den HT München am vergangenen Wochenende: „Macht das besser, was Ihr selbst angesprochen habt!“.

Und tatsächlich nahm‘ sich unsere A-Jugend die selbst-auferlegte Kritik zu Herzen und startete mit maximaler Effizienz in das Spiel. Aus einer stabilen Abwehr heraus und mit mehreren Gegenstößen setzte man sich innerhalb von wenigen Minuten auf 5-0 ab. Ein perfekter Start, der die gegnerischen Trainer Gregor Christoforis und Vanadis Putzke schon in der vierten Minute zum Timeout zwang. Eine Maßnahme, die zuerst Wirkung zeigte: Der Rückstand konnte von den Gästen zeitweise auf zwei Tore verkürzt werden, bevor sich unsere Mädels auf ihre Stärken besinnen und bis zur Halbzeit den Abstand von fünf Toren wiederherstellen konnten (17-12).

In der Halbzeit gab es eigentlich nicht so viel zu sagen – auch wenn es Coach Bamberger natürlich dennoch wieder fertig brachte fast die kompletten zehn Minuten auszuschöpfen (Stichwort: „Ich halte es diesmal kurz“). Bemängelt wurden vor allem Kleinigkeiten, die die Mädels vor allem in der Abwehr verbessern sollten und eine gewisse „Larifari“-keit, die sich in den letzten Minuten der ersten Hälfte eingeschlichen hatte.

Und tatsächlich starteten die Mädels wieder stark in die zweiten 30 Minuten. Ein 3-0 Lauf sorgte schnell für eine vorentscheidende 8-Tore-Führung und ein gutes Gefühl. Von da an wurde der Abstand bis zur 50. Minuten gehalten, bevor er gegen müde werdende Gäste in den letzten zehn Minuten noch einmal deutlich auf 37-23 ausgebaut werden konnte. Im Duell zweier dezimierter Teams steht am Ende so ein Sieg, den sich das Team über gute Trainingsarbeit in den vergangenen Wochen und eine veränderte Einstellung zu Training und Spiel absolut verdient und selbst erarbeitet hat.

Nichtsdestotrotz ist es auch nur ein Sieg und die Mädels sind bereits in der Nachanalyse per Video. Denn: Da geht noch viel, viel mehr und nächste Woche am Sonntag steht bereits das nächste Spiel gegen den TSV Haunstetten an.

 

Laura Dullinger (Tor), Jule Braun (3), Vanessa Westermair (5), Nele Rohmert (9/3), Hana Jeram (9), Marie Künzinger (2), Laura Lemmer (3/1), Kristin Wimmer (6), Lara Leonhardt