mC1 - Desaströse Vorstellung in Gilching besiegelt erste Saisonniederlage

Das erste der beiden Aufeinandertreffen der in der Saison noch ungeschlagenen Mannschaften aus Gilching und Ismaning versprach im Vorfeld viel, von Ismaninger Seite wurden die mitgereisten Eltern und Freunde von ihrer Mannschaft leider bitter enttäuscht. Mit einem 22:18 (10:6) zog man deutlich und verdient den Kürzeren und muss nun im Rückspiel in drei Wochen ein kleines Wunder vollbringen um den Tabellenführer noch vom Thron zu stoßen.

Die Mannschaft um die beiden Trainer Wuttke und Ullritz hatte sich im Vorfeld viel vorgenommen, in den Ferien extra Trainingseinheiten eingelegt und war am Sonntag nahezu vollzählig und bis in die Haarspitzen motiviert angetreten. Zum ersten Mal traf man in dieser Saison jedoch auf eine Mannschaft, die in punkto Körperlichkeit, Technik, Taktik und Kampfbereitschaft mehr als ebenbürtig war. 

Zwar ging Ismaning relativ schnell mit 0:2 in Führung, danach übernahmen aber die Hausherren das Spielgeschehen und zogen über eine erste Führung von 3:2 in der 19. Minute erstmals mit 4-Toren auf 9:5 davon. Diesen Abstand konnte Ismaning leider nicht mehr verkürzen und man verabschiedete sich mit einem Rückstand von 10:6 in die Pause.

In der Kabine nahm man sich für die zweite Halbzeit vor, in der Abwehr Zweikämpfe besser anzunehmen und vorne cleverer und druckvoller zu agieren. Mit einer Umstellung auf einigen Positionen versuchten die Trainer die entsprechende Basis dafür zu legen. Aber auch Gilching hatte in der Pause seine Hausaufgaben gemacht und nützte gerade in den ersten acht Minuten der zweiten Halbzeit die vielen Fehler der Gäste gnadenlos aus und ging beim Zwischenstand von 16:9 mit sieben Toren in Führung. In der Folge konnte Ismaning den Spielstand wieder etwas offener gestalten und war beim 18:15 wieder auf drei Tore heran. Spätestens beim Stand von 20:15 drei Minuten vor Spielende war das Spiel jedoch zu Gunsten der Hausherren entschieden. 

Auf der Suche nach Gründen waren die Trainer nicht nur nach Spielende ziemlich ratlos. Augenscheinlich war die Mannschaft zu nervös ins Spiel gegangen und hatte Schwierigkeiten mit dem unbekannten körperlichen und emotionalen Druck umzugehen. Über die gesamte Spielzeit wurden als Folge viel zu viele Bälle leichtfertig vertändelt, hundertprozentige Wurf-Chancen vergeben und einfachste Tore kassiert. So erreichte zu keinem Zeitpunkt der Partie ein Spieler auch nur annähernd eine akzeptable Form.

Will man im Rückspiel eine Chance haben den Spieß umzudrehen, müssen die Isar Devils schnellstmöglich die teils haarsträubenden Fehler abstellen und fokussierter und konsequenter ihre Aufgaben und Verantwortung übernehmen. Jetzt gilt es erst einmal Wunden zu lecken, die richtigen Lehren zu ziehen und sich am kommenden Samstag beim Heimspiel gegen München-Laim (13:00) wieder Selbstvertrauen zu holen. (Spielbericht von Bernd Ullritz)

Für die Isar Devils spielten: Röbisch, Kirch (beide Tor), Toomela (1), Meske, Bayer (1), Meissner (4), Hammes, Hauer (6), Scheel (5), Gentzsch (1), Singer, Mühlbauer, Schmitt