Oje, was war denn heute in Allach los? Eigentlich ging es ja um Handball, die mC – Jungs der Isis spielten gegen den bis dahin Tabellenletzten. Schon im Voraus gingen unsere Spieler davon aus, dass im Prinzip das Ergebnis schon feststehe. Aber was hat das mit dem auf Slip gelegten Kreuzknoten zu tun?
Erst einmal kurz zum Spiel: Über fast die gesamte erste Spielhälfte hinweg lagen die Ismaninger, die nur mit einem Auswechselspieler anreisten, mindestens mit zwei bis drei Punkten vorne. Kurz vor der Halbzeit wurde der Vorsprung sogar auf 12:17 ausgebaut. Die setzte sich im Wesentlichen in der zweiten Halbzeit fort, die Allacher hechteten einem immer grösser werdenden Vorsprung hinterher, zum Schluss endete das Spiel mit verdienten 24:33.
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Neben dem Spiel selbst gab es aber einige interessante Dinge zu beobachten. Der Trainer der Allacher war selbst bei mittelprächtig ausgebildeter Schwerhörigkeit (das ist der Stand, bei dem die Betroffenen noch glauben, die Umwelt rede absichtlich so leise) auf der anderen Hallenseite jederzeit gut zu verstehen. Da er trotz Ermahnung durch die konsequent pfeifende Schiedsrichterin der Meinung war, so weiter machen zu müssen, bekam er erst gelb und direkt danach wg. wiederholtem Zum-Ausdruck-bringen seiner Unzufriedenheit eine zwei Minutenstrafe, die gemäß Regelwerk ein Spieler seines Teams für ihn antreten durfte.
Die nächste Kuriosität bescherten uns unsere Jungs selbst. So viel Zeit wie sie zum Schnürsenkel-Binden benötigten, bekommen im Normalfall selbst die langsamen Kinder im letzten Kindergartenjahr bzw. in der Grundschule (falls man bis dahin den Knoten noch nicht perfekt beherrscht) dafür nicht. Finn und Marcel hatten sichtbar mehrfach Schwierigkeiten, die Verbindung zum Schuhwerk mit einem doppelt auf Slip gelegten Kreuzknoten (vulgo doppelter Knoten) herzustellen. Die Schiedsrichterin war sich nicht zu schade dafür, kniete im Spiel vor Marcel nieder, der vermutlich clever genug war, zu behaupten, dass er nicht wisse, was ein doppelter Knoten sei, und zeigte ihm das korrekte Verschnüren des Schuhs. Danach konnte das Spiel fortgesetzt werden.
Von den oben genannten Sonderheiten abgesehen zeigten die Isis ein insgesamt gutes Spiel. Ferdi zeigte mehrfach, dass er den Gegnern bez. Schnelligkeit, Kompromisslosigkeit und Wurffestigkeit eine Armlänge voraus ist. Finn holte vier 7m – Würfe für die Isis und warf einen Traum-Bodenpass über 12m hinweg zu Marcel, der einlief und den Ball direkt ins Netz beförderte. Leon, Johannes T und Marcel liefen oft von außen ein und zerrten dadurch das Spiel auseinander, Basti ließ zweimal den Torkasten knallen und verwandelte einen 7m. Luca wirbelte beim Angreifen immer wieder die Allacher Verteidigung durcheinander und Flo steigerte während des Spiels seine Leistung im Tor. Gegen die kommende Partie gegen die HSG Freising-Neufahrn, aktuell Tabellenplatz 1, müssen die Isis noch eine Schippe drauflegen. Nichts ist unmöglich - wir sind gespannt!
Bericht: Volker Braun
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