Am gestrigen Sonntag ging es für die Jungs zum ersten großen Auswärtsspiel in dieser Saison. Mit dem Bus und 2 Autos ging es direkt zum HC Erlangen.
Der Gegner- in dieser Bayernliga- Partie deutlicher Favorit- dennoch machten die bisherigen Spiele Hoffnung, dass die Jungs auch in diesem Spiel wieder mithalten könnten.
Der Spielverlauf ist schnell erklärt und ähnelt vielen bisherigen Spielen. Hohe Niederlagen auf dem Papier- bei deutlich besserem Spielverlauf.
Bis zu Minute 17 steht es 11:10 für Erlangen, die Jungs spielen sehr diszipliniert, haben wenige technische Fehler und halten sich an ihre Vorgaben. Sie stecken auch bei kurzzeitigen Rückständen die Köpfe nicht in den Sand und bleiben die ganze Zeit auf Augenhöhe.
Dann beginnen erste Zeitstrafen und einige Fehlwürfe. Erlangen kann in dieser Phase seinen Vorsprung ausbauen und mit 17:12 geht es in die Halbzeit.
Ein ordentliches Spiel- die Jungs kämpfen, stehen stabil in der Abwehr und im Angriff erarbeiten sie sich gute Torchancen.
Die zweite Halbzeit beginnt super- die Jungs kämpfen sich auf 17:14 heran, alles scheint wie am Anfang. Der Wille hier etwas reißen zu wolllen, ist spürbar.
Doch dann kippt das Spiel abrupt. Erlangen kassiert eine rote Karte nach eine vom Schiedrichter entschiedene Tätlichkeit.
Die Zuschauer sind entsetzt und die Stimmung wird plötzlich extrem von den Rängen und einigen älteren Jugendspielern am Rand aufgeheizt.
Handballspielen ist in dieser Phase auf dem Spielfeld Nebensache. Die Jungs ließen sich von den Emotionen total anstecken.
Dabei verloren sie völlg ihren Faden, nahmen Nicklichkeiten an, stiegen unnötig überhart in Aktionen ein und kassierten entsprechend unnötige Zeitstrafen.
Erlangen nutzte diese Phase und zeigte sich cleverer im Umgang damit. Im Angriff der Devils hingegen ging nicht mehr viel. Ideenlos und überfördert von der hitzigen Atmosphäre begannen wieder technische Fehler und zu schnelle Abschlüsse.
Am Ende verloren die Jungs deutlich mit 32:20.
Unnötig so das Fazit- und sicher ein Lernprozess, auch solche Atmosphären aushalten zu lernen und seinen Stiefel runter zu spielen.
Hier waren einige wenige Spieler nicht clever genug und schwächten ihr Team durch ihre Disziplinlosigkeiten selbst- das ist extrem ärgerlich.
Das heißt es jetzt gemeinsam mit ihren Trainern aufzuarbeiten.
Eine schwierige Saison beim Blick auf die Ergebnisse auf dem Papier und die Tabelle- aber stolz können sie dennoch sein- denn in jedem Spiel zeigen sie besonders in Halbzeit 1 immer wieder Moral gegen die großen Gegner wie Coburg, Allach, HT oder Erlangen.
Ein Erlebnis für jeden dieser Jugendspieler des TSV Ismaning- auch das ist Handball.
Für Ismaning spielten: Lenny (Tor) Flo, Nici, Dave, Tim Pel, Tim Per., Emil, Luca, Lias und Lenn