"Es muss eine Handballerhalle werden!"

Von am 31.10.2013 in Allgemein, Archiv

Die neue Sporthalle am Gymnasium, die es momentan erst in vielen Köpfen der Ismaninger gibt, beschäftigt den Kommunalwahlkampf und die Gemüter der Ismaninger Sportvereine besonders stark. Ab 2016/2017 soll laut Noch-Bürgermeister Sedlmair das neue Gymnasium an den Start gehen, mit Sporthalle.

Handballerhalle vs. Halle für alle Sportvereine

Laut Ismaning Online stellen sich dabei die beiden Bürgermeisterkandidaten in einer der vergangenen Gemeinderatssitzungen gegenüber. Während Alexander Greulich schon das Wort "Handballerhalle" in den Mund genommen hat, sich danach zwar verbesserte, spricht Günter Glasner von "einer Sporthalle die allen Vereinen was bringen soll." Durch die Presse werden solche Zitate oft aus dem Kontext gerissen und alleinstehend läßt sich dann vieles hinein interpretieren, weshalb wir Handballer nun unsere Sichtweise klar darstellen wollen:

- der TSV ismaning ist der größte Sportverein in Ismaning mit über 2000 Mitgliedern

- die Abteilung Handball alleine hat über 470 Mitglieder, davon 350 Jugendliche - Tendenz steigend

- andere Sportvereine sind von solchen Zahlen und Entwicklungen weit teils sehr weit entfernt.

- der Zuspruch zum Handballsport in der Gemeinde ist momentan ein riesen Zuspruch für eine Sportart. Während andere Ballsportarten leider stark sinkende Zuschauerzahlen haben erfreut sich JEDES Handballspiel der Herren der min. 6fachen Auslastung durch Ismaninger Zuschauer!

- der TSV Ismaning ist der einzige Sportverein, der KEINE eigene Heimat/Halle hat, spätestens seit dem Umbau der Hainhalle.

- die Handballer haben keinerlei Infrastruktur in der bestehenden Halle um dem Leistungslevel und dem Zuschauerlevel nur annährend nachzukommen (Problem Damentoilette, Hallenzeiten, Haftmittelproblematik, Platz -und Lagerproblem, Hallenverkaufsproblem etc.)

- seit 2003 mahnt der TSV Ismaning bei der Gemeinde eine Kapazitätserweiterung an und stößt einen Hallenneubau an. Seitdem sind die richtigen Projekte "Kunstrasen und weiterer Platz SC Grüne Heide", "Stadionumbau FC Ismaning", "Erneuerung Kunstrasen FC Ismaning" umgesetzt worden und im kommenden Jahr wird das Projekt (3 weitere Plätze FC Ismaning davon 1 Kunstrasen" umgesetzt werden. Im Gegensatz dazu herrscht bei den Handball-Minis seit über 4 Jahren immer wieder ein Aufnahmestopp und auch das Mutter-Kind Turnen ist seit 3 Jahren mit einem Aufnahmestopp betroffen. Ganz zu schweigen von vielen schlechten Bedingungen aller Sportarten in den Trainingsmöglichkeiten im Winter.

Die Bauprojekte der anderen Vereine sind alles richtig und bekommen unseren vollen Zuspruch, jedoch fragen sich die Handballer:

"Wann sind wir dran und auch nur wir?"

Eine Halle für mehrere Sportvereine bringt keinem Verein eine langfristige Lösung. Im Gegenteil, eine Halle für mehrere Vereine bringt eine Ansammlung an Kompromisse. Das fängt beim Hallenboden an, geht weiter über die Verpflegungsräume, Lagerräume, bis hin zum Platzbedarf. "Es muss eine Handballerhalle werden", fordert der TSV Ismaning. "Alles andere würde sehr viele Leute bei uns in der Abteilung resignieren lassen und ich vermute, dass es dann einen harten Einschnitt geben würde," sagt der Handball Abteilungsleiter Alexander Novakovic.

Der Verein bietet seit Jahren ein Begleiten und Mitgestalten des Hallenneubaus an. "Wir hoffen, dass man auf uns hört!" Aus gutem Grund, denn die Sportler selbst kennen viele Hallen in Bayern und ganz Süddeutschland und wissen genau, was bei welcher Halle gut und schlecht ist. Warum nicht zusammen nur das Gute in Ismaning kombinieren?

TSV Hallenkommision bot mehrmals Mithilfe an

Der TSV Ismaning gründete dazu bereits 2005 eine Hallenkommision, die nur darauf wartet ins Boot geholt zu werden. Darunter sind neben den Verantwortlichen des TSV auch ein Architekt und ein Ingenieur mit Erfahrung im Sportstättenbau. Daneben können sich die Verantwortlichen auch auf die Mithilfe von beispielsweise Peter Steinkohl verlassen, die sowohl bei Sporthallen, als auch mit dem Bauen an sich viel Erfahrung mitbringen.

Es bleibt nur zu hoffen, dass der TSV Ismaning bei der wohl letzten Sporthallenplanung in Ismaning für die nächste "Ewigkeit" ausreichend berücksichtigt wird und die Handballer endlich eine Infrastruktur bekommen, die sowohl deren Leistungsniveau, deren Zuschauerzuspruch als auch ehrenamtlichen Einsatz seit mittlerweile mehreren Jahrzehnten gerecht wird.

Andere Vereine sprechen schon von Stadien und greifen daher den nächsten 10 Schritten ihrer Entwicklung voraus, die Handballer fordern eine Halle, denn die Entwicklungsschritte dazu sind in den letzten 8 Jahren bereits gegangen worden.

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