Wow – spannendes Spitzenspiel der B1 mit besserem Ende für die Isis!
Am Sonntag trafen sich die derzeit besten beiden bayerischen Mannschaften der weiblichen Jahrgänge 97 und jünger zum Spitzenspiel in Ismaning.
Die sympathischen Mädels aus der Oberpfalz sind der Bayerische C-Jugend-Meister des letzten Jahres (ergänzt durch wenige 97er) und hatten bis Sonntag wie die Isis nur eine Niederlage erlitten. Dies allerdings im Hinspiel gegen unsere Mädels, die auswärts ein lauffreudiges und konsequentes, vielleicht ihr bestes Spiel zeigen konnten.
Damals war die Meinung der Trainer von Regensburg, ihre Mannschaft wäre beim 20:27 chancenlos gewesen.
Auch deswegen hätten die Isis Grund gehabt ab der ersten Minute selbstbewusst aufzutreten. Aber den Spielern war auch klar, dass Sieg oder Niederlage über den Ausgang der bayerischen Meisterschaft entscheiden könnten. Den Isis war auch klar, dass Franzi Peter, die Jugend-Nationalspielerin der Regensburger, im Hinspiel gerade nach einer Verletzung zurückgekehrt war und noch nicht ihr volles Potential ausschöpfen konnte.
Die mit der Bedeutung des Spiels verbundene Nervosität haben die Gäste in der ersten Halbzeit besser verdrängt und insbesondere in der Abwehr konsequenter gearbeitet. Die Isis lagen immer mit ein oder zwei Toren im Rückstand und kassierten viel zu leicht Tore. Im Angriff wurde noch zu langsam gespielt und es waren eher Einzelaktionen welche die Isis im Spiel hielten und einen Pausenstand von 13:13 ermöglichten.
Beim Pausentee konnten die Trainer unserer Mädels offensichtlich ansprechen, dass mehr in die Abwehrarbeit investiert und vorne kombiniert werden muss. Das konnten die Mädels umsetzen. Besser klappten auch unsere Anspiele an den Kreis und über Außen, so dass Ramona und Nicole Grastat schöne und wichtige Tore erzielen konnten. Erfreulich oft konnte sich auch Nattijaa Jörges durchsetzen und ihre schon beim Nidda-Cup gezeigte deutliche Verbesserung bestätigen. Von Außen mussten die Isis weiterhin viele Tore zulassen. Im Rückraum hatte man Franzi Peter zwar besser im Griff, sie entzog sich dem aber oft erfolgreich an den Kreis und machte von dort zu viele Tore. Aber bei den Isis gab es nun auch im Angriff bessere Antworten und Juli Sikman wie Ami Bayerl waren trotz kleiner körperlicher Handicaps in der Lage Verantwortung zu übernehmen und zu erkennen, wann die Mannschaft unbedingt ein Tor braucht. So wurde ein 5-Tore-Vorsprung erspielt und alle dachten, das Spiel wäre entschieden. Doch zu früh gefreut und abgeschaltet!? Eine unnötige Hektik der Isis gestattete den Regensburgern den Rückstand aufzuholen und zunächst in ein 26:26 zu verwandeln.
Die Stimmung in der Halle, für die im wesentlichen die Gästefans gesorgt haben, war plötzlich wieder da. Die Isis warfen unnötig Bälle weg und spielten ihre Angriffe nicht abgeklärt aus. Ihr Spiel sah aus, als lägen sie im Rückstand und müssten schnelle Tore erzielen.
Aber gerade noch rechtzeitig besannen sich die Isis, wollten unbedingt den Erfolg und konnten in einem Kraftakt nochmals zulegen und 2 Tore zum 28:26 werfen. Die Gäste kamen noch auf ein Tor heran, bevor die Isis durch den Schlusspfiff erlöst wurden und feiern konnten. Die Aufholjagd hatte den Domstädtern viel Kraft gekostet und so mussten sie sich in einem guten, spannenden und fairen Spiel knapp mit 28:27 geschlagen geben. Im Ergebnis und auch bei Betrachtung beider Spiele waren die Isis einen Tick besser – was die Gäste und deren Fans auch fair anerkannten - und führen nun die Bayernliga wieder alleine an.
Damit ist aber noch gar nichts gewonnen und das Ziel kann nur dann erreicht werden, wenn gerade jetzt noch härter und konzentrierter im Training gearbeitet wird.
Auf geht’s Isis, auf geht’s - ihr packts des!
Es spielten erfolgreich: Ela Wimmer (TW), Amelie Bayerl (8/2), Julia Sikman (6), Natijaa Jörges (4), Nicole und Ramona Grastat (je 3), Lara Wittmann (2), Jana Schöffmann (1), Lotta Rohmert (1), Kaja Bockholdt, Deborah Andriaccio, Elena Kohde