wA1: Road to: Jugendbundesliga 2016/17. Die ersten (unsicheren) Schritte

Von am 25.04.2016 in Allgemein, Archiv
In zwei 50-minütigen Spielen zeigen unsere Mädels zwei verschiedene Gesichter. Leider überwiegt noch das das Negative.


Am vergangenen Samstag trafen sich die bayerischen Jugendbundesliga-Anwärter des HCD Gröbenzell, des MTV Stadeln und des Gastgebers TSV Ismaning in der Hölle Süd zur bayerninternen Vorqualifikation. Einziges Ziel dieser vorgezogenen Qualifikationsrunde war das Bestimmen einer Rangfolge der drei Teilnehmer. Je nach Platzierung wird man in den weiteren Turnieren vermeintlich schwächeren, beziehungsweise stärkeren Mannschaften aus Baden-Württemberg zugelost. Eins vorweggenommen: Für den Spitzenplatz hat es leider verdientermaßen nicht gereicht.


Ab 9:15 Uhr trudelten die Spielerinnen, Verantwortlichen und Eltern der verschiedenen Teams in der, bereits fertig aufgebauten, Halle ein. Bereits am Abend zuvor hatten sich zahlreiche Eltern getroffen und die Halle parallel zum Abschlusstraining vorbereitet. An dieser Stelle „Vielen Dank“ für Eure tolle Hilfe! Nach dem üblichen Aufwärmprozedere starteten unsere Mädels in das erste Spiel gegen den Nachwuchs des 3.-Ligavereins HCD Gröbenzell. Wobei: Eigentlich startete nur Gröbenzell. Scheinbar hatten die Isis ihre Entschlossenheit und Konzentration irgendwo vergessen, denn plötzlich stand es 3:8. Die Deckung war löchrig, im Angriff reihte sich Fehler an Fehler und herausgespielte Großchancen wurden leichtfertig vergeben.


Glücklicherweise ging zu diesem Zeitpunkt ein Ruck durch die Mannschaft und mit einigen Ballgewinnen, die in schönen Gegenstößen zu Toren umgemünzt wurden, verkürzte man den Abstand innerhalb weniger Minuten deutlich. Mit diesen Erfolgserlebnissen gewann das Team etwas an Sicherheit und spielte deutlich konzentrierter und ruhiger. So konnte man sich bis zur Pause ein 12:12 erkämpfen. Für die zweite Hälfte hieß es dann „Weitermachen“. Abwehr stabil halten, 1., beziehungsweise 2. Welle mit hohem Tempo gehen und im Abschluss konzentriert bleiben. Am Ende hielt man die Gröbenzeller in der zweiten Hälfte bei nur fünf Toren und gewann noch deutlich mit 24:17.


„Schwerer Start, aber Ok“, sagten sich die Trainer Florian Bamberger und Sabine Novakovic nach dem Spiel. „Mal sehen, was Stadeln macht.“. Und die machten Ihre Sache sehr gut. In einem nie gefährdeten Spiel wurde Gröbenzell mit zehn Toren Differenz nach Hause geschickt. Ein Warnschuss für unsere Mädels, die sich konzentriert auf das zweite Spiel des Tages vorbereiteten. Der Plan war klar: Gegen die durchbruchsorientierten Gäste aus Stadeln relativ flach stehen, verdichten und gut gegen den Kreis arbeiten. Außerdem nicht auf die bekannten Spielzüge hereinfallen. Anpfiff: Plan weg. Die ersten zehn Minuten eine absolute Katastrophe mit Totalausfall auf allen Positionen. Stadeln zieht Tor um Tor davon. Bei sieben Toren Differenz: Timeout, Geschrei, Wachrütteln. Und es scheint gewirkt zu haben. Die Abwehr arbeitet plötzlich konzentrierter, man gewinnt wieder Bälle und Sicherheit. Stück für Stück verkürzt man den Abstand und kann mit einem guten Gefühl in die Halbzeitpause gehen. Nur noch ein Tor hinten.


Nach der Halbzeit fällt leider nicht der gewollte Ausgleich. Stattdessen legt der MTV wieder vor und zieht fünf Tore davon. Man merkt den Mädels jetzt auch deutlich die Müdigkeit an. Fast der gesamte Rückraum war kurz vor der Qualifikation durch Verletzungen und / oder Krankheit für einige Wochen, teilweise sogar Monate außer Gefecht gesetzt. Und als wäre das nicht Handicap genug, bekommt Vero direkt zu Beginn des Spiels bei einem unglücklichen Zusammenstoß einen Schlag auf die Nase und kann erst zum Ende wieder eingesetzt werden. Veri verausgabt sich so, dass sie kaum noch Luft bekommt. Sie hatte bereits im ersten Spiel einen Schlag am Hals abbekommen und deshalb leichte Probleme. Das Ami und Franzi noch fehlen, ist ja ein offenes Geheimnis. Und so muss Ella, die nach zwei-monatiger Pause gerade mal eine Woche Training in den Knochen hat, fast 50 Minuten durchspielen. In einer Formation, die so noch nie gemeinsam auf dem Feld stand. Klar, dass da nicht alles klappt. Umso bemerkenswerter, dass sich unsere Mädels noch einmal aufbäumen und den Abstand auf zwei Tore verkürzen, bevor die Kraft vollends ausgeht. Zum Ende steht es dann verdientermaßen 20:26. Wie das Spiel mit kompletter und fitter Besetzung geendet hätte, steht sicher auf einem anderen Blatt.


„Kurz trauern, dann nach vorne schauen“, war die Devise nach dem Spiel. Eine Qualifikation ist kein Sprint, sondern ein Marathon. Über das verloren gegangene Match kann man sich ärgern und grämen, aber am Ende entscheidet es nicht. Richtig spannend wird es erst in zwei Wochen, wenn man das erste Mal auch auf die Vertreter aus Baden-Württemberg trifft. Der genaue Ort und die Gruppenzusammensetzung entscheidet sich in der Laufe der kommenden Woche. Dann gibt es hier und auf Facebook natürlich sofort die neuesten Informationen!
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