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Ein kleiner-großer Reisebericht über eine Reise ans nördlichste Ende des Dänischen Festlandes
01.04.15 - Die Abreise Treffpunkt und Beginn der Reise in die dänische Hafenstadt Frederikshavn war um 08:30 Uhr am Münchner Hauptbahnhof. Doch Sturmtief Niklas setzt das bayrische und westdeutsche Zugnetz fast gänzlich außer Kraft. Somit fiel der geplante und reservierte ICE von München über Hannover nach Hamburg um 09:05 Uhr komplett aus. Mit dieser schlechten Information und der Auskunft „steigen sie einfach in den nächsten Zug in den sie hineinpassen, ich weiß nicht, was heute noch fährt – reservieren kann ich auch nichts mehr, der Zug ist ausreserviert“ starten wir in das Abenteuer Dänemark.
Dieser Zugausfall bedeutet eine Wartezeit von 1,5 Stunden, draußen schneit es und entsprechend kalt ist es an den Gleisen. Wir warten mit der ganzen Gruppe im warmen Zwischengeschoss und müssen dort mit der Mitarbeiterin des Fanshops von Bayern München diskutieren, der es wichtig ist, dass morgens um 9 Uhr ihre Schaufenster frei zugänglich sind. Das fängt ja gut an. Sophia macht sich auf den Weg zu Starbucks und schreibt in den WhatsApp Gruppe „hier fährt um 9:05 Uhr ein Zug nach Bremen“. Alles schaut sich fragend an, dann wird das Gepäck geschultert und es geht im Laufschritt durch den knallvollen Bahnhof zum Gleis 14, dort angekommen stellt sich heraus, dies wäre unser Zug gewesen, der aus zwei Zugteilen besteht und nur beim ersten Zugteil steht dabei, dass der Zug entfällt – also Kommando zurück. Dann bekommen wir eine neue Information das um 9:55 Uhr ein Zug nach Hamburg gehen soll also sammeln wir uns alle am Gleis 22 und steigen in den dann wirklich auch einfahrenden Zug. Wir suchen uns möglichst viele nicht reservierte Plätze und stellen dann fest, dieser Zug fast 8 Stunden über Jena, Leipzig und Berlin nach Hamburg benötigt. Dann erfolgt wieder ein Durchsage, ein direkter Zug (unsere Route) fährt drei Gleise weiter, kurze Beratung, nein wir bleiben in diesem Zug ggf. steigen wir in Nürnberg nochmal um. Während wir im Zug sitzen fällt immer wieder der Blick auf das Nebengleis zu dem Zug, der uns schneller nach Hamburg bringen könnte. Hier ist deutlich erkennbar das bereits hier in München die Leute schon aus den Türen herausquellen. Die Betreuer stellen es den Mädls frei in Nürnberg in diesen schnelleren Zug umzusteigen, doch das wird abgelehnt. Hauptsache wir kommen irgendwie nach Hamburg. Wir haben zunächst Sitzplätze und suchen nach jedem Halt den ein oder anderen neuen Platz - so wird uns nicht langweilig, der geplante Ausflug in die Hamburger Innenstadt muss damit aber leider endgültig daran glauben.
In Hamburg angekommen (ca. 18 Uhr) gibt es erstmal ein Beweisselfi bevor wir uns mit der S-Bahn zu den Landungsbrücken aufmachen. Dort angekommen erwarten uns 171 Stufen und einige Fragende Gesichter „warum habe ich eigentlich einen Rollkoffer dabei“ – aber gemeinsam schaffen es alle Taschen in die Jugendherberge. Den reservierten Abendessenstermin im Rollercoaster schaffen wir auch und können dort erleben, wie man Essen über Karussells zu den Tischen befördern kann. Am Ende dürfen wir kostenlose Erinnerungspostkarten schreiben und es wird fleißig gedichtet und an die Daheimgebliebenen gedacht.
02.04.2015 – Die Autofahrt nach Dänemark Am 02.04.15 sollten durch Lena und Ute die reservierten Autos abgeholt werden, aber die Pannenreihe reißt noch nicht ab. An der offiziellen Adresse der Autovermietung befindet sich nur eine Baustelle, nach einem Telefonat und Erklärung der „Herz“Damen haben wir es endlich gefunden - dann der Schock – der Preis für die beiden Autos sollen auf einmal 1400€ anstatt der vereinbarten 840€ kosten. Ein Telefonat mit der Zentrale in Dublin rückt jedoch alles wieder gerade und nachdem die Ford Transits aus dem sehr engen Hamburger Parkhaus manövriert sind, geht es mit 1 Stunde Verspätung und nach einem Einkaufsstopp bei Lidl auf nach Dänemark. Die Fahrt verläuft ohne Zwischenfälle, aber man hat das Gefühl auf der wenig befahrenen Autobahn hoch in den Norden sind nur Handballer unterwegs, die man am Rasthof schon von weitem am Hummel-Dress erkennt.
Um 16 Uhr erreichen wir planmäßig die Arena Nord in Frederikshavn, wir erhalten unser Begrüßungspaket und den neuen Spielplan, denn eine Mannschaft unserer Gruppe hat die Teilnahme abgesagt. Wir finden dank des mitgebrachten Navis den Weg zur „HomeBase - Fladstrandscole“ und richten uns dort in unserem Klassenzimmer 39 nach kurzer Diskussion häuslich ein. Dann geht es zu Fuß zurück zur Arena Nord (Abendessen fiel weitgehend aus), wo uns um 19 Uhr die offizielle Eröffnungszeremonie erwartete. Leider konnte oder wollte uns keiner so genau sagen, wie diese abläuft – da alle ja schon seit 40 Jahren wissen, wo sie wann zu sein haben, aber unser Glück ist zurückgekehrt und so reservieren Bine und Ute mit den Jacken in der Arena Plätze für alle, während sich die Mädels und Lena zum Einlaufen an der Deutschen Fahne aufstellen. Dann geht es los und die deutsche Fahne „läuft“ überraschend zuerst ein und damit eröffnet der TSV Ismaning als erstes Team auf der Bühne das Turnier – auch wenn vorher keiner so genau erklärt hat, wohin man laufen soll, wenn das Fahnenmädchen auf der Bühne stehen bleibt, klappt es doch reibungslos.
Als alle Nationen (Dänemark, Schweden, Norweger, Finnland und Deutschland) eingelaufen sind und der Innenraum voller Jugendmannschaften steht, werden alle von der Bürgermeisterin auf allen Sprachen begrüßt. Dann beginnt das Jubiläumsprogramm. Normalerweise findet im Anschluss an die Eröffnung ein Handballspiel statt, doch in diesem Jahr gibt es Musik mit Gesang, Flaschen (BottleBoys) und Breakdance Einlagen. Aber dieses Programm gefällt den Besuchern wohl nicht denn es findet eine Abstimmung mit den Füßen statt. Wir beobachten, dass immer mehr Mannschaften geschlossen die Veranstaltung verlassen und überlegen uns schon, ob es in einer anderen Halle eine Alternativveranstaltung gibt, aber die gibt es nicht und nach ca. 1 Stunde wird die Eröffnungsfeier abgebrochen – eine komische Atmosphäre.
Wir fahren zurück in die „HomeBase - Fladstrandscole“ und stellen fest, dass dort die Bielefelder Mannschaft im Nebenraum ihre Privatparty feiert, an der man wegen der Pappwände gut auch in unserem Raum teilnehmen kann, aber es kommt noch besser. Offensichtlich haben sie in diesem Jahr mehr Mannschaften in die Flatstrandscole gepackt oder es ist bescheiden organisiert. In jedem Raum, auch in der Aula und der Turnhalle nächtigen Mannschaften, es gibt aber im ganzen Schulhaus nur 8 Damenschultoiletten und 2 Waschbecken, des Weiteren befinden sich im Jugendherbergsstil der 60 Jahre, Waschbecken auf dem Gang, welche wohl besser zum Pinsel auswaschen geeignet sind, als zum waschen. Die Sanitären Anlagen in den Turnhallen sind die Waschgelegenheiten der Mannschaften, die in der dort nächtigen dürfen. Was soll man machen – Augen zu und durch, wir hätten das aber gerne vorher gewusst.
03.04.2015 – Erster Turniertag Am 03.04.15 machen wir uns mit den Autos um 07:30 Uhr auf den Weg zum Frühstück in der Arena Nord, wir nehmen den falschen Eingang, denn Schilder braucht es nach 40 Jahren einfach nicht mehr, da ja scheinbar jedes Team Teilnehmer/Betreuer dabei hat, die schon einmal da waren. Wir eben nicht, somit fühlen wir uns als Exoten die noch alles suchen und erfragen müssen. Haferflocken, Cornflakes, Rosinen Marmelade, Wurst und Käse, für so viele Leute ist das Frühstück gut organisiert.
Dann geht es los zu den Abildgárdhalen zu unserem ersten Spiel um 09:10 Uhr gegen Sunde/Havorn-NOR. In dieser Halle schlafen auch Mannschaften und wir suchen eine freie Kabine – es gilt das Prinzip wer zuerst kommt hat Glück, Aufwärmen funktioniert nur auf dem Gang und die Betreuer nutzen die Chance in der Kabine zu duschen – hier darf man schließlich. Zum ersten Spiel hätten wir den Ball stellen dürfen, dass haben wir (Trainer) aber verplant, deswegen spielen wir mit einer im Norden üblichen Megaharzkugel, die mit nichts zu vergleichen war. Die normalen Pässe kommen nicht an und wir werden immer wieder ausgekontert, weil der Ball einfach schwer zu spielen ist und die übliche Spielweise einfach nicht funktioniert– Endergebnis 7:19 – Autsch, so haben wir uns das nicht vorgestellt. Zum Mittagessen fährt ein Teil der Mannschaft es zum Palmenstrand. Wir nutzen die Freizeit bis zum zweiten Spiel am Abend um 19.05 Uhr in Saeby– aber unsere Suche nach den Palmen ergibt, dass diese erst im Sommer dort hingestellt werden, MIST das stand nirgendwo. Dann probieren wir den Nudelsalat aus unserem Lunchpaket und stellen fest, Nudeln, ohne Salz gekocht, schmecken gar nicht. Wir stillen notgedrungen den größten Hunger, entsorgen die Essenreste am Jachthafen und genießen ein Dänisches Eis. Das Wetter ist absolut fantastisch, wir genießen die Sonne und das Meer – einige tolle Fotos sind hierbei auch entstanden.
Zurück in Friedrichshafen sind alle Geschäfte bis auf Supermärkte und den Intersport geschlossen – wir kehren zur Schule zurück. Gegen 17 Uhr an der Arena Nord stehen wir am richtigen Eingang ca. 30 Minuten für das Abendessen an, um dann festzustellen, dass es wieder ungesalzene kalte Nudeln und Salatbestandteile (Mais der nach nichts schmeckt) gibt, und 2 Sorten Fleisch. Naja, Hauptsache es gibt etwas und das Brot ist essbar. Aufgeht´s zu unserem zweites Spiel ist im Nachbarort Saeby um 19:05 Uhr. Zum ersten Mal erkennen wir, dass die Entscheidung Mietautos mitzubringen eine sehr gute war. Es gibt zwar ein eingerichtetes Busnetz, allerdings liegen die Hallen z.T. bis zu 20 Minuten auseinander – ein Wahnsinn dass sich eine Kleinstadt mit 24.000 Einwohnern überhaupt 8 Indoor-Spielstätten leisten kann. Die Organisation und der Zeitlauf des Turniers ist bis hierhin perfekt, man muss nur wissen ob man in Halle 1 oder 2 spielt bzw. wie viele Hallen es am Spielort gibt. Saeby bringt uns Glück, wir stellen den Ball und gewinnen mit 12:5 gegen Glassverket IF 3, dafür müssen die Mädls mit einer eiskalten Dusche vorlieb nehmen, denn das warme Wasser ist aufgebraucht. Aber CR7 macht das immer so für die Muskulatur – somit kann es nur gut sein. Wir Betreuer wollten aber mit den Mädls nicht tauschen J.
04.04.2015 – Zweiter Turniertag Am 04.04.15 schlafen wir bis 9 Uhr aus, morgens ist die Schule deutlich leiser als abends – und keiner hatte einen Wecker gestellt, denn wir haben ja Zeit. Nach dem schon bekannten Frühstück in der Arena geht es zum dritten Spiel gegen Kyrkslätt IF1-FIN. Wir dürfen gegen die Finnen in der Arena Nord auf Feld 1 spielen. Die Mädels haben sich einen Fanklub organisiert und wir werden von der JSG Hattingen-Welper lautstark angefeuert. Leider hilft es nicht und wir verlieren dieses Spiel knapp mit 13:10. Dies war ein sehr guter Gegner. Somit durfte man mit dem Ergebnis zufrieden sein. Aber auch hier wäre mehr dringewesen. Im Anschluss entschied die Mannschaft, dass die Hattinger zurückangefeuert werden müssen und wir fahren zur entsprechenden Halle an den a.d.W. J . Die Jungs zeigten sich überrascht, dass wir gekommen waren und so lautstark unterstützt haben und bedankten sich im Gegenzug nach dem Spiel mit einer Begleitung zu unserem vierten Spielort Ravnshojhalen. Es geht in einer Kolonne dank Navi über das Hinterland, vorbei an großen Pferdegestüten zu unsere nächste Spielstätte. Unsere Fans bringen uns auch hier kein Glück und wir verlieren mit 14:11 gegen Eidsvold IF. Eine Mannschaft mit vielen kleinen und wendigen Spielerinnen, die ihr Handwerkverstanden haben. Es war wieder ein Spiel wo uns ein Shooter gefehlt hat. 10 Tor sind durchschnitt in 30 Minuten und üblicherweise reicht dies nicht um zu gewinnen.
Kurzum war für uns die Vorrunde nun beendet. Platz 1 und 2 der Gruppe spielte das Finale der A-Runde und 3-5 in der B-Runde. Wir haben den 4. Platz in unserer Gruppe belegt. Mit einem Sieg und drei Niederlagen. Also war klar, dass wir ins 16tel Finale der B-Runde einziehen würden. Ab hier begann die KO Runde. Nächster Spieltermin Sonntag 09:45 Uhr in Saeby.
Wir starten im Anschluss an unser o.g. Spiel einen neuen Essensversuch in der Arena Nord und stellen fest, es ist weiterhin nicht toll, aber etwas besser als am Vortag.
An diesem Abend wurden auch Länderspiele ausgetragen, bei denen mehrere Nationen zusammengeschlossen wurden. Deutschland (4 Top Spielerinnen) bildete mit Schweden und Dänemark ein Team. Der Gegner hieß Norwegen/Finnland. Hier wurde eindrucksvoll gezeigt was in der B-Jugend International los ist. Das ist Handball von dem wir nur Träumen können. Eine individuelle Klasse die ihres Gleichen sucht.
Toll das so zu sehen, aber was tun nun mit dem angefangenen Abend – ach ja die Hattinger haben noch ein Spiel um 20:55 Uhr, also zurück zur Spielhalle. Dort feuern wir so gut an, dass uns die weibliche C Jugend des Altenbeker TS bittet die Anfeuerungsleistung zu verlängern. Sie haben das letzte Spiel um 21:30 Uhr in der Halle und noch kein Spiel in ihrer Gruppe gewonnen. Die schwedischen Gegner reisen ebenfalls mit großem Fanclub an und sind auch die spielerisch deutlich bessere Mannschaft, aber das Spiel wird im Anfeuerungsduell zur Nebensache. Am Ende steht, trotz Ausfall der Anzeigentafel der erste Sieg der weiblichen C-Jugend fest, die völlig überraschend über sich hinausgewachsten sind. Im Anschluss geht es zurück zur Schule. Noch ein paar Flurgespräche und im Anschluss zeitnahe Bettruhe.
05.04.15 – Dritter Turniertag Am 05.04.15 klingelte wieder ein Wecker, geplant war um 07:00 Uhr eine schöne Melodie von Lenas Handy, aber Tammys „Mörderton“ in unüberhörbarer Lautstärke riss alle um 06:45 Uhr aus dem Schlaf. OK, jetzt waren alle wach. Also machten sich alle fertig. Die Frage welche Trikots und wieviel Termowäsche J mitgenommen werden musste konnte die Trainerinnen nicht beantworten, weil wir nun in der K.O Runde angekommen waren. Also wurde mal auf gut Glück gepackt. Das Team machte sich wieder auf den Weg zu Cornflakes und Haferflocken, denn um 09:00 Uhr mussten wir wieder 20 min. entfernten Saeby sein. Aber diese Halle hatte uns schon einmal Glück gebracht. Die Mädls machten ein kleines WarmUP, sofern man das auf dem Gang zw. Zuschauern und anderen Mannschaften überhaupt kann. Aufgeht´s in die K.O Runde. Das Team wollte dieses Spiel gewinnen und das merkte man. Der Gegner Tysnes Idrettslag aus Norwegen war nicht überragend aber ebenfalls motiviert. Es war eine spannende Partie welche durch ein tolles und freches Tor, durch direkt ausgeführtem Freiwurf von Lotta knapp mit 14:15 für die ISIS entschieden werden konnte. GEWONNEN 1/8 Finale wir kommen.
Also ab in die Trainingsklamotten und weiter geht’s denn in die nächste Halle Bannerslund (Frederikshavn) denn das nächste Spiel 12:40 Uhr wartete. Diesmal geht es gegen einen Lokalmatador, nämlich Saeby HK. Hier hatte der Gegner von Beginn an irgendwie keine Lust, oder sie konnten es nicht besser. Dies blieb bis zum Schluss nicht zu klären. Die Isis hatten aber Blutgeleckt und wollten dieses Spiel auch gewinnen. Dies taten wir auch sehr deutlich mit 17:4 und wir konnten ins ¼ Final ziehen.
Dies war am um 15:35 Uhr in der Arena Nord-Badmintonhalle gegen den AMTV Hamburg. Ein deutsch-deutsches Duell welches die Nordlichter mit 15:12 für sich entscheiden konnten. Die Isis wirkten müde und die letzte Durchschlagskraft und Konzentration hat gefehlt. Hamburg war gut, mit starken Rückraumspielerinnen, aber auch schlagbar. Es sollte einfach nicht sein. Eine Halbfinalteilnahme blieb den Isis verwehrt und die Entschäuschung war groß. Die Mädls mussten sich wieder eine Kabine suchen um den Schweiß des Tages zu entfernen.
Insgesamt kann man handballerisch zufrieden sein. Sehr gute Gegner, brutale Harzkugeln (rollweite unter10 cm) und tolle individuelle Klasse mit sehr guter Abwehrleistung zeigte den Isis ihre Grenzen auf, aber hier zeigte sich wieder das man mit Einstellung und Wille viel bewegen kann und auch solche Überlegenheit wegspielen kann.
Zurück in der Schule wurden schon mal die Taschen vorgepackt. Die Mädls machten bis früh morgens eine Gangparty, welche ihnen nach diesem anstrengenden Tag gegönnt war. Einen Besuch der offiziellen PlayersParty wurde nicht gewünscht, zum einen weil man Eintritt zahlen musste und weil doch einige „jüngere“ Teams dabei waren und die Mädls darauf keinen Bock hatten.
06.04.2015 –Endspiel und Rückfahrt Am 06.04 ging es nach Aufräumen und Klassenzimmerübergabe zurück in die Arena Nord. Hier wurde ausgiebig gefrühstückt. Die Auswahl hatte sich zwar nicht geändert, aber der selbstgekaufte O-Saft machte es zu einem kleinen Osterfrühstück J. Gemeinsam wurde noch das B-Finale AMTV- Hamburg gg. SINE-Sonderjyske E (DEN) angeschaut. Hamburg ohne jegliche Chance wurde leider ziemlich abgeschlachtet 4:22. Das A-Finale zwischen Kärre HF (Schweden) und Viborg HK(Dänemark) wurde auf einem sehr hohen Niveu gespielt. Wir schauten nur die erste Halbzeit an, da wir uns noch auf den Rückweg machten mussten. Entstand 17:16.
Bei einem letzten Supermarktbesuch wurden die restlichen Dänischen Kronen ausgegeben und sich Proviant für die 5 ½ stündige Rückfahrt gekauft. Weit kamen dieses Essen nicht. Sofort wurde eine Mittagsmahlzeit zu sich genommen, denn mit vollem Bauch schläft es sich ja gut. Die Insassen von Lenas Auto kamen genau bis Aalborg, dann war Ruhe, alles schlief; nächste Regung nach 2,5 Stunden bei einer kleinen Pause für die Fahrerinnen. Nach kurzer Pause – Weiterfahrt; wieder Ruhe- bis kurz vor Hamburg. Hart, sehr Hart bei für die Fahrerin, bei einer super langweiligen Fahrtstrecke…! Aber die Mädls hatten ja einiges Nachzuholen.
Kurz vor Hamburg wurde noch einmal ein Stopp eingelegt. Hier wurde festgelegt, dass die Zeit ausreicht um ordentlich Essen zu gehen. Ein italienisches Lokal im Hamburger Norden wurde angesteuert. Um 18Uhr konnten sich alle auf das erste leckere und reichhaltige Essen freuen. Das Team freute sich über das gute Essen und konnte wohl gestärkt auf die letzte Autofahrt gehen.
Zurück am Bahnhof wurden die Fahrzeuge zurück ins Parkhaus gebracht und somit zurückgegeben. Ohne Schramme, Beule oder Steinschlag konnten sich die Fahrerinnen freuen erstmal nicht mehr Autofahren zu müssen. Nun wurde umgezogen, mit Sack und Pack zum Hamburger Hauptbahnhof, welcher Fußläufig zu erreichen war. Hier um 20:30 Uhr angekommen, konnten alle nochmal ihren Bedürfnissen nachgehen und sich bei Starbucks ein Getränk besorgen. WIR waren im Plan. ABER die Deutsche Bahn wieder einmal nicht. Gegen 21:15 Uhr wurde eine Verspätung unseres CityNightLiners (CNL) von 30 Minuten angekündigt. Naja, das ging ja noch, dachten wir; aber diese Verspätung steigerte sich dann auf insgesamt 100 Minuten. Die Auskunft der freundlichen Bahnmitarbeiterin war nur „ich kann ihnen nicht sagen warum der Zug Probleme hat, ich weiß es nicht…“ toll, die einzige Zusicherung die uns gegeben wurde war, dass dieser Zug definitiv fährt, was ja auch schon mal gut war. Es wurde am Gleis mittlerweile ziemlich frisch. Nicht nur zu diesem Zeitpunkt bewährte sich die Winterjacke, Mütze, Handschuhe und Decke. Gegen 23:30 Uhr konnte dann der CNL endlich einfahren und wir unsere reservierten Liegesessel beziehen. GESCHAFFT ! Ein Zwischenstopp in Hannover wurde noch eingelegt, ansonsten fuhr der Zug bis Augsburg durch. Gegen 07 Uhr kam dann die Durchsage, dass wir mit 80 Minütiger Verspätung in München eintreffen würden. Egal, Hauptsache wir kommen an.
07.04.2015 - 08:25 Uhr Hauptbahnhof München Es ist vollbracht, alle sind wieder wohlbehalten angekommen; viele tolle Eindrücke; ein tolles Turnier; traumhaftes, sonniges Wetter; ein gelungener Ausflug mit vielen Strapazen findet sein Ende.
Einziger Wehrmutstropfen ist, dass wir von der Umgebung von Frederikshaven nicht viel gesehen haben – das nächste Mal vielleicht wenn man mehr Zeit mitbringt und dies wirklich zu einem Urlaub macht.
Wir Betreuer (Lena, Ute und Bine) bedanken uns bei EUCH Mädls für diese tolle Reise; Ihr habt es uns wirklich super einfach gemacht. DANKE
Ein großer Dank geht auch an die Eltern ohne Eure finanzielle Unterstützung wäre diese einmalige Fahrt nicht möglich gewesen. DANKE
Wir wüschen Euch allen für die Zukunft alles Gute!
Viele Grüße
Lena, Ute und Bine