Es war von vornherein klar, dass es ein enges Spiel werden könnte, gegen die SG FC Mintraching/TSV Neutraubling: Das hatten die Isis bereits in der Landesliga-Quali erleben dürfen, als es ein hart umkämpftes Unentschieden gab.
Jetzt kamen die Oberpfälzerinnen als ungeschlagene Tabellenführer zu unserer ebenfalls ungeschlagenen weiblichen C zum ersten „Spitzenspiel“ in der noch jungen Saison. Die erste Viertelstunde entsprach dann aber so gar nicht dem erwartet engen Spiel. Unsere Mädels zeigten zwar nicht ihren besten Handball, konnten aber doch bis auf 10:5 davonziehen. Der Körpersprache der Gäste war in dieser Phase schon zu entnehmen, dass sie nur noch versuchten, in der Hölle Süd nicht ganz unterzugehen.
Aber es sollte anders kommen: Die Ismaningerinnen waren nicht in der Lage, den Vorsprung zu verwalten und ein ruhiges und besonnenes Spiel aufzuziehen. Statt dessen brachte eine ganze Reihe individueller Fehler und Unachtsamkeiten im Spielaufbau und der Abwehr die Gäste wieder ins Spiel. Innerhalb weniger Minuten konnten diese den Ausgleich erzielen, zur Pause stand ein knappes 14:13 auf der schönen neuen Anzeigetafel.
Nach dem Wiederanpfiff wurde es leider nicht besser. Die Isis zeigten zu wenig Ideen, zu viele Ungenauigkeiten im Aufbau, zu hektische Abschlüsse. Selbst die vielen Strafwürfe, die aus dem körperbetonten Spiel der inzwischen wieder erstarkten Oberpfälzerinnen resultierten, konnten nicht konsequent verwandelt werden. Ein Rückstand von 17:19 war die logische Folge und der Druck lastete nun voll auf unseren Mädels.
Die Isis stellten sich dem Kampf und kamen bis auf 21:20 zurück. In den Schlussminuten waren beide Mannschaften dann hektisch und fahrig, das Spiel wogte hin und her, die Spannung für die Zuschauer war kaum zu überbieten. Wie in der Bundesliga nahmen die Gäste, beim Stand von 22:22, in der letzten Spielminute noch eine Auszeit, um die spielentscheidende Taktik anzusagen. Aber es half nichts, keine der Mannschaften war in der Lage, noch einen Treffer zu erzielen.
Am Ende bleiben aus Sicht des TSV gemischte Gefühle. Denn einerseits wurde ein Sieg gegen einen starken Gegner leichtfertig verschenkt, andererseits konnte zumindest die drohende Niederlage verhindert werden. So gehen unsere Mädels ungeschlagen in das nächste Auswärtsspiel nach Unterfranken zum Mitfavoriten HG Marktsteft/Rödelsee.
Es spielten: Janett Jäkel (Tor), Lea Maier (Tor), Katharina Krecken (1/2), Franziska Blask (4), Lisa Felsner (8/1), Lucia Ivinac, Sophia Dölger (3), Maria Koller (1), Jule Braun (1), Kristin Wimmer (1), Lea Haas
Text: Michael Koller